
ESPN-BERICHT: Ísak Jóhannesson setzt mit Millionen-Spende ein starkes Zeichen gegen Obdachlosigkeit
In einer beispiellosen Geste, die weit über die Grenzen des Fußballs hinaus für Aufsehen sorgt, hat der isländische Mittelfeldspieler Ísak Bergmann Jóhannesson vom 1. FC Köln seine gesamte Antrittsprämie in Höhe von zwei Millionen US-Dollar für den Kampf gegen Obdachlosigkeit in Deutschland gespendet. Die Entscheidung fiel unmittelbar nach der Unterzeichnung seines neuen Vertrags bei den „Geißböcken“ – und hat die Sportwelt wie auch die breite Öffentlichkeit zutiefst beeindruckt.
Laut ESPN handelt es sich dabei um eine der größten wohltätigen Einzelspenden, die je von einem aktiven Profisportler in Deutschland getätigt wurde. Der 22-jährige Jóhannesson, der seit seinem Wechsel aus Dänemark eine zentrale Rolle im Mittelfeld des 1. FC Köln spielt, begründete seinen Schritt mit einer Mischung aus persönlicher Überzeugung und gesellschaftlicher Verantwortung.
„Ich habe in meiner Kindheit gelernt, dass man niemals vergessen sollte, woher man kommt – und dass es ein Privileg ist, helfen zu können“, erklärte Jóhannesson in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Fußball hat mir sehr viel gegeben. Jetzt ist es an der Zeit, etwas zurückzugeben.“
Die Spende fließt direkt in mehrere Organisationen, die sich in deutschen Großstädten – darunter Köln, Berlin, Hamburg und München – für die Unterstützung von obdachlosen Menschen einsetzen. Neben Soforthilfe wie Schlafplätzen, warmen Mahlzeiten und medizinischer Versorgung soll ein Teil des Geldes in nachhaltige Projekte wie betreutes Wohnen, psychologische Betreuung und Wiedereingliederungsmaßnahmen investiert werden.
Der 1. FC Köln zeigte sich tief bewegt von der Entscheidung seines Spielers. Vereinspräsident Werner Wolf sagte: „Was Ísak getan hat, ist nicht nur großzügig – es ist zutiefst menschlich. Er verkörpert damit Werte, die über den Sport hinausgehen: Empathie, Solidarität und Verantwortung.“
Auch abseits des Vereins regnete es Lob. Politikerinnen und Politiker, Sozialverbände und Fans äußerten sich positiv zu Jóhannessons Engagement. In den sozialen Netzwerken wurde der Hashtag #ÍsakHilft innerhalb weniger Stunden zehntausendfach geteilt. Viele forderten, anderen Profisportlern möge dies ein Vorbild sein.
Besonders beeindruckend ist, dass Jóhannesson seine Entscheidung weitgehend ohne PR-Begleitung traf. Es war weder eine Pressekonferenz geplant noch ein medienwirksames Event vorgesehen – die Informationen gelangten lediglich über Vereinskreise und den ESPN-Bericht an die Öffentlichkeit.
Diese stille Entschlossenheit verstärkt die Wirkung seiner Geste. In einer Branche, die oft für ihre Abgehobenheit und Millionengehälter kritisiert wird, setzt der junge Isländer ein Zeichen, das Mut macht und Hoffnung schenkt – nicht nur den unmittelbar Betroffenen, sondern einer ganzen Gesellschaft.
Ob dies eine Welle der Solidarität im Profifußball auslöst, bleibt abzuwarten. Klar ist: Ísak Jóhannesson hat nicht nur sportlich, sondern auch menschlich Maßstäbe gesetzt.