
ESPN-BERICHT: Piero Hincapié sorgt mit großzügiger Spende für Aufsehen
Der Innenverteidiger von Bayer 04 Leverkusen, Piero Hincapié, hat nicht nur auf dem Spielfeld für Schlagzeilen gesorgt – sondern nun auch abseits davon. In einer Zeit, in der Profi-Fußballer oft wegen ihrer Millionengehälter und Luxus-Lebensstile kritisiert werden, setzt der 23-jährige Ecuadorianer ein deutliches Zeichen: Nach der Unterzeichnung seines neuen Vertrags mit Bayer Leverkusen spendete er seine gesamte Antrittsprämie in Höhe von zwei Millionen US-Dollar für den Kampf gegen Obdachlosigkeit in Deutschland.
Diese außergewöhnliche Geste wurde zunächst intern gehalten, kam jedoch durch eine Bestätigung von Vereins- und Projektverantwortlichen an die Öffentlichkeit. Hincapié äußerte sich in einem Interview mit ESPN zu seiner Entscheidung: „Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, nichts zu haben. In Deutschland sehe ich Menschen, die auf der Straße leben – bei Schnee, Regen oder großer Hitze. Ich kann nicht einfach wegsehen.“
Ein Zeichen der Hoffnung
Hincapiés Spende wird an mehrere gemeinnützige Organisationen verteilt, darunter Housing First Deutschland, Berliner Kältehilfe und die Hamburger Stiftung für Obdachlose. Die Gelder sollen unter anderem in den Ausbau von Notunterkünften, medizinische Versorgung und Integrationsprogramme fließen.
Ein Sprecher der Initiative Housing First äußerte sich beeindruckt: „Wir erleben selten, dass ein prominenter Sportler so unmittelbar und gezielt hilft. Diese Spende gibt uns nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch mediale Aufmerksamkeit für ein Thema, das oft verdrängt wird.“
Lob aus der Fußballwelt
Auch innerhalb der Fußballwelt wird Hincapiés Aktion gefeiert. Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes sagte: „Piero zeigt, dass er nicht nur ein außergewöhnlicher Spieler ist, sondern auch ein Mensch mit großem Herzen. Seine Entscheidung spricht Bände über seinen Charakter.“
Teamkollegen, darunter Kapitän Jonathan Tah, äußerten sich ebenso positiv. „Er ist nicht der lauteste im Team, aber einer der Aufrichtigsten. Dass er so etwas macht, überrascht mich nicht – es passt zu ihm.“
Wirkung über den Sport hinaus
Soziales Engagement von Profisportlern ist nicht neu, doch Hincapiés Spende sticht durch ihre Höhe und Zielsetzung heraus. In sozialen Netzwerken wird er als „Held außerhalb des Platzes“ gefeiert. Der Hashtag #HincapieHilft trendete innerhalb weniger Stunden in Deutschland und Ecuador.
Sozialforscher loben die Tat auch aus gesellschaftlicher Perspektive. „Wenn prominente Persönlichkeiten wie Hincapié sich für marginalisierte Gruppen einsetzen, kann das eine Welle der Solidarität auslösen. Es verändert die Wahrnehmung – nicht nur des Problems, sondern auch des Profisports,“ sagt Dr. Nina Keller vom Deutschen Zentrum für Sozialforschung.
Ein Vorbild mit Weitblick
Piero Hincapié hat mit seiner Spende mehr getan, als nur Geld zu geben. Er hat Verantwortung übernommen – und gezeigt, dass Mitgefühl und Erfolg kein Widerspruch sind. In einer Zeit, in der der Fußball oft von Kommerz und Skandalen überschattet wird, erinnert seine Geste daran, was wirklich zählt: Menschlichkeit.
Sein Handeln könnte andere inspirieren, es ihm gleichzutun – und damit den Fußball wieder ein Stück näher an die Gesellschaft rücken.